Ozon ist gesundheitsschädlich und greift Materialien an
Ozon zur Geruchsentfernung – Risiken und Nachteile im (Fahrzeug)-Innenraum.
Warum Ozonbehandlungen zur Geruchsbeseitigung häufig problematisch sind..
Die erfolglose Ozonbehandlung – ein unterschätztes Risiko

Ozon (O3) kann Gerüche neutralisieren. Gleichzeitig ist es jedoch ein hochreaktives Gas, das Materialien angreift, Eigengerüche freisetzen kann und eine ernsthafte Gefahr für die Atemwege darstellt.
Eine Geruchsreduzierung durch Ozon im Fahrzeuginnenraum ist grundsätzlich möglich, erfordert jedoch Erfahrung und Fachwissen. In der Praxis wird der Ozongenerator häufig falsch eingesetzt. Die Folgen sind oft neue, penetrante Gerüche oder sogar dauerhafte Materialschäden – abhängig von Ozonkonzentration und Einsatzdauer.
Während einer Ozonbehandlung dürfen sich keine Personen, Tiere oder Pflanzen im Fahrzeug oder Raum aufhalten. Bereits geringe Fehlanwendungen oder zu hohe Konzentrationen können gesundheitsschädlich sein und die Atemwege stark belasten.
Auch die Dauer der Behandlung ist kritisch:
- Eine zu kurze Ozonisierung führt dazu, dass chemische Reaktionsprozesse nicht vollständig abgeschlossen werden.
- Eine unzureichende Belüftung kann dazu führen, dass Rest- oder Folgegerüche im Fahrzeug verbleiben – teilweise über Wochen hinweg wahrnehmbar.
5 Gründe gegen eine Ozonbehandlung
- Gesundheitsgefahr: Ozon ist schädlich für Menschen, Tiere und Pflanzen.
- Materialschäden: Kunststoffe, Leder, Textilien und andere empfindliche Materialien können dauerhaft angegriffen werden.
- Unbekannte Nebenprodukte: Es entstehen neue chemische Verbindungen, deren Gerüche oft schwer oder gar nicht zu entfernen sind.
- Lange Behandlungsdauer: Notwendige längere Einsatzzeiten erhöhen die gesundheitlichen und materiellen Risiken.
- Unzuverlässige Ergebnisse: Der Erfolg hängt stark von Ozonkonzentration, Behandlungsdauer, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab.
Fazit: Ozonbehandlungen zur Geruchsentfernung sind häufig erfolglos und bergen gesundheitliche sowie materielle Risiken.
Unterstützung nach einer Ozonbehandlung
Wir unterstützen Sie professionell bei Problemen nach einer Ozonbehandlung – sei es bei anhaltenden Gerüchen, Materialschäden oder unerwünschten Nebenwirkungen.
Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gern.
Mier Lufttechnik GmbH - Am Alten Brunnen 8b - 85659 Forstern (bei München). info@luftreinheit.de - 08124 4436094

Ozonbehandlung im Fahrzeug – manchmal wirkungslos gegen hartnäckige Gerüche

1. Ozonintensität
Abhängig von der Geruchsquelle, der Geruchsintensität und dem Raumvolumen sollte die Leistung des Ozongenerators gewählt werden. Im Handel werden Geräte mit einer Ozonfreisetzung von z. B. 0,7 bis 20 Gramm pro Stunde angeboten.
O₃ reagiert mit vielen Materialien im Fahrzeug. Manche Bauteile sind nicht ozonbeständig und können dadurch beschädigt werden – dazu gehören Polster, Gummi, Klebstoffe, Airbags oder bestimmte Kunststoffe. In einigen Fällen kann dies mechanische Eigenschaften oder sicherheitsrelevante Funktionen beeinträchtigen.
2. Leider werden diese Stoffe nicht vollständig in harmlose Verbindungen umgewandelt. Stattdessen entstehen neue chemische Verbindungen, die erneut mit O₃ reagieren. Diese Prozesse werden als Nebenreaktionen bezeichnet. Die Dauer der Ozonbehandlung hängt von der Art der Geruchsquelle und ihrer Intensität ab.
3. Wird die Behandlung zu früh beendet, können unerwünschte neue chemische Verbindungen im Raum verbleiben.
Ein Beispiel: In einem Fahrzeug mit Dieselgeruch (z. B. durch ausgelaufenen Reservekanister) steigt während der Ozonbehandlung die Konzentration flüchtiger organischer Verbindungen (VOC), da neue Verbindungen entstehen. Erst nach einer ausreichend langen Behandlungszeit nehmen diese Nebenreaktionen deutlich ab.
Der endgültige Erfolg der Ozonbehandlung zeigt sich erst nach gründlichem Lüften des Fahrzeuginnenraums.
Hinweis: Dieselgerüche lassen sich vor allem durch gründliche Reinigung entfernen. O₃ hilft dabei, Restgerüche zu neutralisieren, die durch die Reinigung allein nicht beseitigt werden können.
Für weitere Informationen können Sie uns gerne kontaktieren.
Vorsicht: Ozon kann empfindliche Fahrzeugmaterialien schädigen
Materialverträglichkeit bei der Ozonbehandlung
O₃ greift bestimmte Materialien im Fahrzeug an. Dazu gehören Gummierzeugnisse, Gummimischungen und unbehandeltes Eisen. Dadurch kann Korrosion entstehen oder das Material sogar beschädigt werden. Vor jeder Ozonbehandlung sollte daher geprüft werden, welche Materialien verbaut sind und welche Ozonkonzentration verwendet wird.
Empfehlung: Empfindliche Teile wie weiche Materialien mit Gummianteilen, Schalter, Cockpit, Radio, Navi oder Lenkrad sollten immer abgedeckt werden. Airbags dürfen sich im gefalteten Zustand nicht verkleben – sie werden daher oft mit einer dünnen Silikonschicht geschützt. Da Silikon nicht ozonbeständig ist, ist hier besondere Vorsicht geboten.
Auch Reserveräder oder Lederlenkräder müssen vor Ozon geschützt werden.
Wichtig: Nach der Ozonbehandlung muss intensiv und ausreichend gelüftet werden. Alte und neue Gerüche sowie entstehende Salpetergerüche müssen vollständig abgeführt werden. Bei uns dauert die Lüftungsphase deutlich länger als die eigentliche Ozonisierung, um ein sicheres und geruchsfreies Ergebnis zu gewährleisten..
Mier Lufttechnik GmbH - Am Alten Brunnen 8b - 85659 Forstern (bei München). info@luftreinheit.de - 08124 4436094
